Nachbericht

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Niclas Nawroth siegt im McLaren in Spa Franchorchamps – Lucas Tippach im Aston Martin nach ganz starker Vorstellung Zweiter

McLaren-Pilot Niclas Nawroth konnte auf der belgischen Traditionsrennstrecke in Spa Franchorchamps das Triple feiern und damit die maximale Punktzahl im Kampf um die Meisterschaft mitnehmen. Nach einer super Vorstellung sicherte er sich jeweils die Punkte für die Pole-Position, den Rennsieg und die schnellste Rennrunde.

Das Qualifying versprach einiges an Spannung, da die Dominanz der McLaren zu Beginn der Saison gerade im letzten Rennen gebrochen schien. Es war jedoch dann erneut Nawroth, der mit einer Zeit von 2:16, 932 die Pole Position fuhr, sich 3 Zusatzpunkte sicherte und damit zwei Zehntelsekunden vor Felix Arndt (2 Zusatzpunkte) im McLaren lag. Hinter Arndt positionierte sich David Silvio Kühn im Mercedes AMG GT3 auf Platz 3 (1 Zusatzpunkt), hatte jedoch bereits eine halbe Sekunde Rückstand auf Polesetter Nawroth. Hinter Kühn belegte Henrik Stoldt im AUDI R8 Platz 4, Lucas Tippach im Aston Martin machte mit einem guten 5. Platz auf sich aufmerksam, Es konnte ein spannender Rennstart erwartet werden, wenn auch die Zeitabstände sich größer darstellten als in den vergangenen Rennen.

Der Rennstart verlief äußerst diszipliniert, sodass es auf den vordersten Plätzen zu keinen Überholmanövern kam. Vom Rennpech verfolgt schien hingegen Porsche-Pilot Jan Wenninger. Wenninger hatte im Qualifying bereits mit Performance-Problemen seines 911 GT3 R zu kämpfen und ging lediglich von Platz 10 ins Rennen. In der Kruvenkombination „Les Combes“ wurde er dann von einem hinter ihm fahrenden Piloten gedreht und musste das Rennen von ganz hinten fortsetzen.

In den folgenden Runden kam es dann auch an der Spitze zu Platzwechseln. Lucas Tippach bestätigte seine starke Qualifying-Performance und schob sich auf Platz 2, dahinter folgte Felix Arndt im McLaren. David Silvio Kühn verlor etwas an Boden nach dem Start, konnte sich aber noch vor Henrik Stoldt auf Platz 5 behaupten. Wieder einmal eine starke Vorstellung zeigten die beiden Gaststarter Gerhard Völzer (Honda) und Marco Luchnik (McLaren), die sich auf den Plätzen 6 und 7 direkt hinter der Spitze einreihten. Auch wenn im weiteren Verlauf des Rennens wenig Überholmanöver zu sehen waren, so lebte das Rennen durchaus von einer Spannung, da die Zeitabstände zwischen den einzelnen Piloten relativ gering waren.

Die beiden Porsche-Piloten Jan Wenninger und David Putzke erlebten kein gutes Rennwochenende in Spa. Es war deutlich erkennbar, dass der Porsche den anderen Fahrzeugen in Sachen Rennpace unterlegen war. Dazu mussten beide Piloten gegen Rennmitte ihr Fahrzeug abstellen, da sie unverschuldet in Unfälle verwickelt waren und die Fahrzeuge dadurch beschädigt wurden. Wenninger und Putzke waren die einzigen beiden Porsche-Piloten im Feld, womit Porsche nach diesen Ausfällen überhaupt nicht mehr im Rennen vertreten war.

Das Ranking der Top 5 änderte sich zunächst einmal nicht mehr. Es war dennoch bemerkenswert, dass Lucas Tippach die Pace von Leader Nawroth nahezu mitgehen konnte. Tippach seinerseits konnte Felix Arndt im zweiten McLaren auch nicht davon fahren. Erst Gerhard Völzer auf Platz 6 hatte dann einen Abstand von mehr als 6 Sekunden auf den vor ihm fahrenden Henrik Stoldt. Lukas Rohde konnte seine gute Form vom Rennen in Zolder bestätigen und fuhr auch hier in Spa in den Top 10.

Der Pink Panther war in einige Positionskämpfe rund um den 7. Platz verwickelt. Hinter Rohde zeigten auch Zolder-Gewinner Patrick Seitz (Platz 8) und Kevin Krüger (Platz 9) starke Leistungen.

Kurz vor Rennende fasste sich Henrik Stoldt dann ein Herz und überholte David Silvio Kühn. Damit konnte sich Stoldt zumindest auf den 4. Platz vorarbeiten. Für seine Meisterschaftsambitionen sicherlich nicht unwichtig, da sein direkter Konkurrent Niclas Nawroth an der Rennspitze lag. Nawroth konnte sich dann auch mit einer absolut überzeugenden Vorstellung den Start-Ziel-Sieg sichern und fuhr darüber hinaus auch die schnellste Rennrunde. Damit holte Nawroth in Spa die maximale Punktzahl. Lucas Tippach konnte den zweiten Platz nicht nur halten, sondern ihn auch bravourös gegen Felix Arndt bis ins Ziel verteidigen. Arndt komplettierte die Top 3 in seinem McLaren.

Vorjahrsmeister Henrik Stoldt war mit seinem AUDI R8 nicht in der Lage, die absoluten Top-Zeiten von Nawroth mitzugehen. Stoldt zeigte aber mit dem vierten Platz dennoch einmal mehr, dass er zu den schnellsten Piloten gehört. Auch in dieser Saison kann sich Stoldt berechtigte Hoffnungen auf den Titelgewinn machen. David Silvio Kühn im Mercedes AMG GT3 komplettierte die Top 5. Hinsichtlich der Rundenzeiten fuhren die genannten Piloten in Spa in einer eigenen Liga. Gaststarter Gerhard Völzer wurde starker 6., Lukas Rohde, Patrick Seitz und Kevin Krüger folgten auf den Plätzen weiteren Plätzen, womit sie sich jeweils über einige Meisterschaftspunkte freuen durften. Zehnter wurde Maro Luchnik, der als Gaststarter erneut eine gute Performance bot.

Der Meisterschaftskampf ist weiterhin vollkommen offen. Es gibt einige Meisterschaftsanwärter und es zeigt sich, dass auf den einzelnen Rennstrecken unterschiedliche Fahrzeuge besser funktionieren. Das nächste Rennen findet am 16.06. auf der französischen Rennstrecke in Paul-Ricard statt. Es darf also mit Spannung erwartet werden, welches Fahrzeug dort am schnellsten ist.

Den Sieg in Liga 2 sicherte sich Azar Azizov im Aston Martin Vantage GT3 vor Erik Schnieber und Thomas Arndt, beide ebenfalls Aston Matrtin Vantage GT3.

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