4. ADAC „Rund um den Bergring“ Rallyesprint
01.07.2015

4. ADAC „Rund um den Bergring“ Rallyesprint

Große Augen bei den Teterow-Neulingen – und das sind drei Viertel des Feldes beim 4. ADAC „Rund um den Bergring“ Rallyesprint am 27. Juni – bei der Besichtigung: Eine solche Berg- und Talbahn mit blinden Kuppen und weiten Flügen haben sie 50 Kilometer vor der Ostsee nicht erwartet. Der Hechtsprung braucht sich vor Ouninpohjaa nicht zu verstecken, über Teterows bekannteste Kuppe fliegen die Schotter-Cracks zwar nicht so weit, aber genau so hoch wie im Land der 1000 Seen. Und weil der Bergring keine einzige enge Kurve aufweist, keinen einzigen Abzweig, erleben die Zuschauer am Mittag eine Sensation: Die Allrad-Turbo-Fraktion guckt in die Röhre, denn Sebastian Vollak jagt seinen BMW 318 Compact so großartig um den Kurs, dass er beide Durchgänge auf der Original-Rennstrecke gewinnt. Für die nächste Sensation sorgen die polnischen Schotter-Cup-Gäste Maciej Fajdzel und Jarek Kociszewski, die ihren weißen 318is als Zweitschnellste über die Grasbahn prügeln. Zwischendurch auf dem winkligen Rundkurs um die Speedway-Arena zeigen die Mitsubishi von Ken Milde, Robby Fechner und Sven Senglaub, dass sie noch leben – Fechner erzielt im Evo 6 zwei Bestzeiten.

Am Nachmittag wird der Bergring in umgekehrter Richtung gefahren, beide Rundkurse miteinander verbunden, die Rundenlänge wächst auf reichlich 9 km. Statt der Lancer-Attacke erfolgt ein Konter von Vollak, der seine dritte Bestzeit setzt. Fajdzel fährt nur zwei Sekunden langsamer und festigt Platz 2, während der dritte BMW 318 von Felix Weisert im direkten Kampf mit dem Mitsubishi-Trio zu viel riskiert und nach dem Hechtsprung so hart landet, dass Unterschutz und Kühler bersten. Während Sebastian Vollak und Lisa Kuhn den Gesamtsieg nach Hause fahren und überschwänglich feiern, verschieben sich die Positionen dahinter kräftig. Sven Senglaub und Lydia Eschenhorn erobern mit der finalen Bestzeit überraschend Platz 2 vor Robby Fechner und Florian Pitzk, währen Ken Milde und Andreas Stroppe mit dem Asphalt-Fahrwerk im Evo 8 auf Platz 4 einlaufen. Die Pechvögel der letzten Runde sind die Polen, die wegen Elektrikproblemen mit stotterndem Motor sich gerade noch ins Ziel retten; trotz dreißig Sekunden Zeitverluste gewinnen sie die 2-Liter-Klasse der Gruppe H mit winzigen drei Zehntel Vorsprung vor Jürgen Neumann und Gordon Pfarr, die als Halbzeitmeister im Schotter-Cup dennoch hochzufrieden sind.

Ein herrliches Duell in der 1600-cm³-Klasse liefern sich Stephan Dammaschke und Julia Siegel im Mitsubishi Colt mit den Thüringern Marcus Heß und Ronny Nowak, das Dammaschke mit rund zwei Sekunden Vorsprung gewinnt.

Text: Alfred Gorny
Fotos: Cornell Hache

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