ADAC Team Hansa Fahrer Mattis Pluschkell bei der Hitzeschlacht von Monza
Beim dritten Rennwochenende des Prototype Cup Europe im italienischen Monza konnte Mattis Pluschkell gemeinsam mit Teamkollege Tobias Bille Clausen erneut wichtige Meisterschaftspunkte sammeln. Mit einem Podiumsplatz, einem weiteren Top-5-Ergebnis sowie einer starken Qualifying-Pace bestätigte BWT Mücke Motorsport die positive Entwicklung der vergangenen Wochen. Gleichzeitig zeigte sich erneut, dass dem Team auf die Renndistanz noch etwas Pace fehlte, um mit den Ligier-Fahrzeugen dauerhaft um den Sieg kämpfen zu können.
Test & Freie Trainings: Starker Auftakt in Monza
Bereits am Testtag am Mittwoch sowie in den Freien Trainings am Freitag zeigte sich, dass die Vorbereitung auf das Rennwochenende erfolgreich verlaufen war. Das Team entschied sich von Beginn an für das richtige Basissetup und konnte sich schnell auf die Besonderheiten des Highspeed-Kurses einstellen. Trotz Außentemperaturen von deutlich über 30 Grad und Asphalttemperaturen von bis zu 58 Grad funktionierte das kompromisslose Low-Downforce-Setup von Beginn an hervorragend. Zwar machte die Abstimmung den Gen3-LMP3 deutlich anspruchsvoller zu fahren, gleichzeitig sorgte sie jedoch für den höchsten Topspeed auf den langen Geraden sowie konkurrenzfähige Rundenzeiten. Bis zum Ende aller Test- und Trainingssessions führte BWT Mücke Motorsport die Zeitenliste an und stellte die schnellste Runde des gesamten Testbetriebs.
Qualifying 1 & Rennen 1: Pole knapp verpasst – Podium gesichert
Wie gewohnt übernahm Mattis Pluschkell das erste Qualifying am Samstagmorgen. In einer spannenden Session wechselte die Bestzeit mehrfach zwischen den Spitzenfahrern. Bis kurz vor Schluss lag Pluschkell auf Pole-Position, ehe ein Konkurrent in der letzten Runde die Bestzeit um lediglich 0,018 Sekunden unterbot.
Besonders ärgerlich: Die theoretische Bestzeit zeigte, dass Pluschkell mit über zwei Zehntelsekunden Vorsprung das schnellste Fahrzeug im Feld gewesen wäre.
Ein kleiner Fehler in der letzten Kurve verhinderte jedoch die perfekte Runde. Durch eine nachträgliche Startplatzstrafe infolge eines Vorfalls im Freien Training ging das Fahrzeug mit der Startnummer 8 schließlich von Position drei ins Rennen.
Beim Start konnte Pluschkell sofort eine Position gutmachen und sich auf Rang zwei etablieren. Wie bereits am Nürburgring zeigte sich jedoch im weiteren Rennverlauf, dass die Ligier-Fahrzeuge über die Distanz eine höhere Rennpace entwickeln konnten.
Während die Cockpittemperaturen teilweise auf bis zu 60 Grad anstiegen und Fahrer wie Material zusätzlich belasteten, hatten die Duqueine-Fahrzeuge zunehmend mit einem nervösen und inkonstanten Fahrverhalten zu kämpfen. Nach einem starken ersten Stint übergab Pluschkell das Fahrzeug auf Rang zwei an Tobias Bille Clausen, der einen fehlerfreien Stint absolvierte und den LMP3 auf einem starken dritten Platz ins Ziel bracht.
Qualifying 2 & Rennen 2 Starke Aufholjagd bis auf Platz fünf
Im zweiten Qualifying am Sonntag setzte Tobias Bille Clausen seine positive Entwicklung eindrucksvoll fort. Mit einer starken Leistung sicherte er sich Startplatz vier und bestätigte erneut seine kontinuierliche Leistungssteigerung im Verlauf der Saison.
Der Rennstart verlief jedoch unglücklich. Im dichten Feld verlor Clausen zunächst mehrere Positionen und fiel nach einem Verbremser in der ersten Schikane bis ans Ende des Feldes zurück. Mit einer starken Aufholjagd arbeitete er sich bis zum Fahrerwechsel jedoch wieder auf Rang sieben nach vorne.
Mattis Pluschkell übernahm den zweiten Stint und konnte in den verbleibenden Rennminuten zwei weitere Positionen gutmachen. Am Ende fehlte weniger als eine Sekunde auf Rang vier. Mit Platz fünf maximierte das Team erneut die Punktausbeute und sammelte wichtige Zähler für die Meisterschaft.
Fazit Mattis
„Insgesamt können wir mit dem Wochenende zufrieden sein. Bereits bei den Tests und in den Freien Trainings hatten wir ein sehr gutes Grundsetup gefunden und waren über eine Runde extrem konkurrenzfähig. Das hat sich auch im Qualifying bestätigt. Umso ärgerlicher war es natürlich, die Pole Position um nur 0,018 Sekunden zu verpassen, obwohl unsere theoretische Bestzeit deutlich schneller gewesen wäre.
Die Bedingungen mit Temperaturen von deutlich über 30 Grad und Cockpittemperaturen von bis zu 60 Grad haben das Wochenende zusätzlich extrem anspruchsvoll gemacht. Wie schon am Nürburgring hat sich im Rennen allerdings gezeigt, dass uns über die Distanz noch etwas Pace fehlt, um mit den Ligier-Fahrzeugen an der Spitze mitzukämpfen. Trotzdem haben wir beide Rennen optimal umgesetzt, keine Fehler gemacht und mit einem Podium sowie Platz fünf das Maximum herausgeholt.
Wir nehmen erneut viele wichtige Punkte mit und haben den Rückstand in der Meisterschaft in Grenzen gehalten. Jetzt gilt der volle Fokus dem vierten Rennwochenende im Michelien Le Mans Cup in 2 Wochen im Belgischen Spa Franchorchamps, wo wir das gelernte weiter umsetzen wollen.”
Kontakt für Medienanfragen:
Ole Pluschkell
+49152 02433333
hello@opframes.de
Fotocredit: Mücke Motorsport
zurück