Wagenrennsport

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Viel mehr als nur im Kreis fahren

Die Rundstrecke gehört in Deutschland zu den vielseitigsten und bekanntesten Motorsportarten. Auf Asphalt treten die Teilnehmer gegeneinander und gegen die Uhr an. Präzision, das Fahren am Limit und der direkte Zweikampf machen den Reiz der Rundstrecke aus. Vom Formelfahrzeug über Tourenwagen, Sportwagen, Serien- bzw. Straßen-Fahrzeuge bis hin zu Oldtimern – alles ist auf der Rundstrecke vertreten. Doch eines haben alle gemeinsam: Wer in einem Rennen als Erster die Ziellinie überquert, hat gewonnen!

Die Abläufe der Rennwochenenden passieren in den meisten Fällen nach einem ähnlichen Schema. Auf die freien Trainingssitzungen, in denen die Piloten sich und ihr Fahrzeug auf die Strecke einstellen können, folgt das Qualifying. Hier heißt es im Kampf gegen die Uhr den besten Startplatz herauszufahren. Gekrönt wird die Veranstaltung durch die Rennen, die nach einer bestimmten Zeitspanne oder nach einer zuvor in der Ausschreibung festgelegten Rundenzahl enden.

Eine Variante der Rundstreckenrennen sind die Langstreckenrennen, bei denen es gilt, innerhalb einer vorgegebenen Zeit eine möglichst große Distanz zu bewältigen. Da diese Rennen meist mehrere Stunden dauern, wechseln sich mehrere Fahrer ab. Die Startaufstellung spielt meistens eine untergeordnete Rolle, denn Strategie und Können der Piloten bringen über die Distanz ein Fahrzeug nach vorne. Die größte Herausforderung bilden die 24h-Rennen, in denen die Teams besonders hohes Durchhaltevermögen beweisen müssen. Speziell die Fahrten in der Nacht bringen die Piloten immer wieder ans Limit.

Leistungsprüfungen sind der ideale Einstieg in den Rundstreckensport
Eine weitere Teildisziplin, die auf Rundstrecken stattfindet, ist die Leistungsprüfung. Hier heißt das Zauberwort Konstanz. Leistungsprüfungen sind ein Kampf gegen sich selbst und gegen die Uhr. Es kommt nicht darauf an, so schnell wie möglich das Ziel zu erreichen, sondern eine vorgegebene Rundenzeit so genau wie möglich einzuhalten. Um das zu schaffen, muss man sich und sein Fahrzeug richtig einschätzen können.

Bei den Wettbewerben werden die Teilnehmer in bestimmten Abständen auf die Rundstrecke geschickt und absolvieren eine bestimmte Rundenanzahl. Sind diese absolviert, wird man nicht mit einer Zielflagge abgewinkt, sondern der Pilot muss selbst darauf achten, wann sein Rennen beendet ist. Fährt ein Teilnehmer schneller oder langsamer als die vorgegebene Rundenzeit, werden Strafpunkte verteilt. Der Pilot mit den wenigsten Punkten gewinnt.

Im Kampf um die Einhaltung der Rundenzeit spielen die anderen Teilnehmer keine Rolle, und somit gibt es auch keine Positionskämpfe. Das macht das Zusammenspiel auf der Rennstrecke sehr sicher, und damit bieten die Leistungsprüfungen einen sehr guten Einstieg in den Motorsport. Bei einigen Veranstaltungen können Interessierte auch mit ihrem eigenen, nur wenig umgebauten Straßenfahrzeug an den Start gehen.

Text: www.dmsb.de

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