Nachbericht
Niclas Nawroth gewinnt in Silverstone
Doppelsieg für McLaren beim zweiten Rennen des ADAC Hansa/Schleswig-Holstein SimRacing Pokals.
Überzeugende Performance des McLaren Duos Niclas Nawroth und Ken Hoffmann. Beim Heimspiel des britischen Sportwagenherstellers holten Nawroth und Hoffmann einen Doppelsieg auf der Traditionsrennstrecke von Silverstone. Damit wiederholten sie ihren Doppelsieg von Barcelona, allerdings in umgekehrter Reihenfolge. Vorjahrsmeister Hendrik Stoldt fuhr wie in Barcelona mit Platz 3 erneut aufs Treppchen.
Schon im Qualifying zeichnete sich erneut die Dominanz der McLaren ab. Nawroth sicherte sich die Pole Position mit beeindruckenden 0,4 Sekunden Vorsprung vor Ken Hoffmann. Damit nahm er 3 wichtige Zusatzpunkte im Meisterschaftskampf mit, Hoffmann sicherte sich 2 Zusatzpunkte. Hinter Hoffmann platzierte sich Jan Wenninger im Porsche 911 II GT3R auf dem dritten Platz. Auch von Wenninger war es eine starke Performance, der durch Platz 3 den letzten Zusatzpunkt des Qualifyings holte. Patrik Seitz im Bentley Continental GT3 und Hendrik Stoldt im AUDI R8 LMS EVO komplettierten die Top 5. Damit waren unter den Top 5 des Qualifyings 4 unterschiedliche Hersteller zu finden.
Spannung für das Rennen war also garantiert. Für Jan Wenninger begann das Rennen schon vor dem Start nicht gut. Ein Verbindungsproblem seines Computers kostete ihn seinen dritten Platz, sodass er das Rennen von ganz hinten starten musste. Der Rennstart verlief relativ unspektakulär – beide McLaren konnten ihre Positionen halten. Seitz und Stoldt rückten durch das Problem von Wenninger jeweils einen Platz vor. Ebenfalls einen Platz gutmachen konnte David Putzke, der sich dadurch auf Platz in Lauerstellung befand. Dahinter positionierten sich in den ersten Runden Kevin Krüger im Aston Martin, David Silvio Kühn im Mercedes AMG GT3 sowie Felix Arndt auf Position 8, der ebenfalls einen McLaren pilotierte. Beeindruckend war auch die Leistung von Gerhard Völzer, der als Gaststarter auf Anhieb in den Top 10 zu finden war und sich als einziger Pilot für den Honda NSX GT3 entschied. Komplettiert wurden die Top 10 durch Tom Luca Lau im Porsche. Die beiden McLaren konnten sich dann etwas vom Feld absetzen.
Hinter ihnen war es dann der Meister des letzten Jahres, Hendrik Stoldt, der an Patrick Seitz vorbeiziehen konnte. Es lag nun Spannung in der Luft, ob Stoldt es schaffen würde, sich an die beiden McLaren heranzuarbeiten und womöglich sogar überholen zu können. Unterdessen hatte sich Gaststarter Völzer sogar bis auf den 5.Platz vorgearbeitet und konnte sogar Patrick Seitz überholen, der seinerseits aufgrund eines Fahrfehlers zurückfiel. Davon betroffen war auch David Putzke, der Seitz ausweichen musste und dabei viel Zeit verlor. Putzke fand sich dann auf Platz 10 wieder. Eine tolle Performance des Gaststarters Völzer, ebenso auch von Jan Wenninger, der von hinten startend bereits wieder auf den Platz 9 vorgefahren war.
Im weiteren Verlauf des Rennens untermauerten die beiden McLaren jedoch ihre Stärke. Stoldt konnte das Tempo im AUDI nicht mitgehen und sein Rückstand auf Nawroth und
Hoffmann vergrößerte sich sogar. Hinter den Top 10 formierten sich vor allem McLaren und Aston Martin; Möller (McLaren) Lange und Gödker (Aston Martin) auf den Positionen 11-13, Steinbrenner (McLaren), Tippach und Konopka (Aston Martin) auf den Positionen 14-16. Die Positionen schienen sich dann ein wenig zu festigen.
In den Top 10 konnte Kevin Krüger Gerhard Völzer überholen und übernahm damit Platz 5, ansonsten blieben die Positionskämpfe jedoch überschaubar. Zwischenzeitlich hatte sich Tom Luca Lau in die Top 10 gefahren und bildete mit Wenninger und Putzke ein Porsche-Trio auf den Plätzen 8-10. Die schnellen 911 GT3 konnten dem Rennen jedoch nicht zu 100% ihren Stempel aufdrücken.
An der Spitze war es dann Nawroth, der seine ganze Klasse zeigte und sich sogar von seinem Markenkollegen Hoffmann mit mehr als 10 Sekunden absetzen konnte. Nawroth ließ damit keinen Zweifel aufkommen, wer den Ton angab in Silverstone. Völlig verdient und überlegen fuhr Nawroth dann als Erster über die Ziellinie und konnte das Rennen für sich entscheiden. Darüber hinaus fuhr er auch die schnellste Rennrunde. Dies bedeutete die maximale Punkteausbeute für Nawroth und damit ein perfektes Rennwochenende für ihn.
Hinter ihm folgten sein Markenkollege Hoffman und Hendrik Stoldt im AUDI, der einmal mehr „Schadensbegrenzung“ auf hohem Niveau betrieb. David Silvio Kühn und Kevin Krüger folgten auf den Plätzen 4 und 5. Gaststarter Gerhard Völzer konnte das Rennen auf einem ganz starken 6. Platz abschließen. Patrick Seitz wurde 7, gefolgt von Thomas Lange im Aston Martin Vantage GT3. Tom Luca Lau im Porsche und Marvin Möller im McLaren komplettierten die Top 10. Mit 3 Fahrzeugen in den Top 10 war McLaren dann auch der stärkste Hersteller beim zweiten Rennen in Silverstone. Jan Wenninger und David Putzke erlebten dagegen kurz vor Rennende ein Debakel, da sie beiden ihren Porsche jeweils abstellen mussten.
Der Meisterschaftskampf ist damit vollkommen offen. Es bleibt spannend, ob Hendrik Stoldt im AUDI zurückschlagen kann beim nächsten Rennen oder ob der Sieg wieder unter den McLaren ausgefahren wird. Das dritte Rennen des
ADAC Hansa/Schleswig-Holstein SimRacing Pokals findet am 21.04. auf der belgischen Rennstrecke in Zolder statt.
Den Sieg in Liga 2 sicherte sich Erik Schnieber im Aston Martin Vantage GT3 vor Marko Losch-Gediehn im Porsche 911 GT3R sowie Azar Azizov, der ebenfalls einen Aston Martin Vantage GT3 pilotierte.
Gaststarter haben bis zum 13. 04. 2021 die Möglichkeit sich für das Rennen in Zolder einzuschreiben.