Henrik Stoldt gewinnt das Saisonfinale auf dem Lausitzring und ist der erste Champion des ADAC Hansa/Schleswig-Holstein SimRacing Pokals
28.10.2020

Henrik Stoldt gewinnt das Saisonfinale auf dem Lausitzring und ist der erste Champion des ADAC Hansa/Schleswig-Holstein SimRacing Pokals

Henrik Stoldt hat sich mit einer fantastischen Leistung den Titel des ADAC Hansa/Schleswig-Holstein SimRacing Pokals gesichert. Das Saisonabschlussrennen auf dem Lausitzring konnte er in beeindruckender Weise für sich entscheiden.

Vor dem 9. und letzten Rennen konnte es in der Meisterschaft kaum spannender sein. Henrik Stoldt im Porsche 911 GT3 R lag mit 179 Punkten nur 1 Punkt vor seinem Kontrahenten Jan Nimz im BMW Z4 GT3. Auch der Kampf um Platz 3 in der Meisterschaft war noch völlig offen. Jakob Siebert hatte vor dem Saisonfinal 154 Zähler auf dem Konto, Lukas Rohde 147 und auch Lucas Tippach auf Platz 5 konnte mit 139 Zählern noch in den Kampf um Position 3 eingreifen.

Diese Piloten sollten dann auch zu den Hauptakteuren im Qualifying werden. Es war einmal mehr Jan Nimz, der die Pole Position fuhr und damit 5 ganz wichtige Zusatzpunkte holte. Mit seiner schnellsten Runde war Nimz bereits 2 Zehntelsekunden schneller als Jakob Siebert, der im Porsche 911 GT3 R auf Platz 2 fuhr. Henrik Stoldt musste sich mit Platz 3 zufrieden geben, auch wenn ihn nur wenige Tausendstelsekunden von Siebert auf P2 trennten. Damit wechselte die Führung in der Meisterschaft tatsächlich zugunsten von Jan Nimz vor dem Rennen. Spannender konnte es kaum sein. Platz 4 sicherte sich Lukas Rohde, gefolgt von David Kühn und Lucas Tippach auf den Plätzen 5 und 6. Morten Diercks, Marvin Böhm, Kevin Krüger und Patrick Seitz komplettierten die Top 10.

Die Spannung war am Rennstart förmlich zu spüren. Sowohl Siebert als auch Stoldt im Porsche erwischten beide einen sehr guten Start und konnten zu Jan Nimz aufschließen. Nimz und Stoldt berührten sich vor Kurve 1 leicht, woraufhin Jan Nimz mit der Mauer auf der Start-und-Zielgeraden kollidierte und das Fahrzeug abstellte - das Rennen war somit für ihn beendet. Was für eine dramatische Anfangsphase. Die Schäden an Nimz Fahrzeug schienen jedoch deutlich zu gering, als dass der Unfall mit Stoldt sein Rennen beendet hätte. Nachdem das Fahrzeug stehen blieb, verlor Nimz umgehend die Verbindung zum Server. Daher sind technische Probleme an Nimz Simulatorsystem wohl die wahrscheinlichere Erklärung für sein Aus in der ersten Runde.

Stoldt und Siebert konnten sich nach Rennbeginn von der Konkurrenz absetzen und einige Sekunden Zeitabstand herausfahren. Dahinter folgte der Pink Panther, Lukas Rohde, der Jakob Siebert nicht wegfahren lassen durfte, um noch eine Chance auf P3 in der Meisterschaft zu haben. Hinter Rohde sortierten sich Marvin Böhm und David Kühn ein. Böhm hatte durch eine starke Anfangsphase einige Plätze gut gemacht und machte sich nun an die Verfolgung von Lukas Rohde.

Für ein weiteres Highlight sorgte Max Tippach, der sich aus dem hinteren Mittelfeld heraus live zu den Kommentatoren schaltete und das Rennen aus seiner Perspektive von der Strecke mit kommentierte. Im weiteren Verlauf des Rennens konnten die Top 5 ihre Platzierungen weiter festigen. Es schien, als fuhren die Piloten, bis David Kühn auf P5, ein wenig ihr eigenes Rennen. Morten Diercks auf P6 folgte gegen Rennmitte bereits mit mehr als 15 Sekunden Rückstand. Dahinter gab es zwischen Kevin Krüger und Max Tippach einen spannenden Kampf um Position 7. Tippach musste weitere Plätze gut machen, um seine Chance auf Position 3 in der Meisterschaft zu wahren. Allerdings waren Jakob Siebert und Lukas Rohde bereits weit enteilt. Patrick Seitz und Dennis Kessler folgten auf den Plätzen 9 und 10.

An der Spitze zogen Stoldt und Siebert einsam ihre Kreise und konnten Lukas Rohde auf P3 weiter distanzieren. Kurz vor Rennende hatten sie mehr als 20 Sekunden Vorsprung. Ein echter Zweikampf war es jedoch auch zwischen den beiden 911ern nicht, da Stoldt konstant 1-2 Sekunden Vorsprung vor Siebert hatte und das Rennen zu kontrollieren schien. Auch die Positionen hinter Rohde schienen weitestgehend bezogen. Stoldt fuhr dann auch folgerichtig einen souveränen Sieg nach Hause und machte sich damit zum ersten Champion des ADAC Hansa/Schleswig-Holstein SimRacing Pokals. Damit entschied Stoldt auch das Markenduell zwischen Porsche und BMW für den Hersteller aus Stuttgart.

Der Pink Panther, Lukas Rohe, zeigte einmal mehr eine starke Vorstellung und holte sich P3 im Rennen. David Kühn konnte in der Schlussphase an Marvin Böhm vorbeiziehen und die vierte Position im Rennen holen, während Marvin Böhm, ebenfalls mit einer starken Leistung, Platz 5 einfuhr. Dahinter folgten Morten Diercks und Lucas Tippach auf den Plätzen 6 und 7. Patrick Seitz fuhr auf einen tollen 8. Platz, womit er einmal mehr bester Pilot war, der ein anderes Fahrzeug pilotierte als einen Porsche oder BMW. Diese inoffizielle Wertung konnte Seitz in beeindruckender Weise für sich entscheiden. Die Top 10 komplettierten Kevin Krüger und Erik Schnieber.

Der ADAC Hansa/Schleswig-Holstein SimRacing Pokal schließt damit eine überaus erfolgreiche erste Saison ab. Alle Teilnehmer boten virtuellen Motorsport der Extraklasse. Dabei kann auf tolle Rennen mit spannenden Überholmanövern zurückgeblickt werden. 

Quelle:
Jan Höing | Automotive, Motorsport & eSports-Manager I SiFaT Performance

 

 

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