FIM Speedway of Nations - Deutsches Paar schafft Quali für´s Finale

Fotograf: Daniel Sievers

04.06.2018

FIM Speedway of Nations - Deutsches Paar schafft Quali für´s Finale

Ergebnisse Speedway der Nationen, Race off 1, Teterow/D: 

Russland 25: Vorlaufpunkte: Artem Laguta 16, Emil Sayfutdinov 9, Gleb Chugunov N.

Deutschland 20: Kai Huckenbeck 11, Martin Smolinski 9, Michael Härtel N.
 
Dänemark 18: Michael Jepsen Jensen 10, Kenneth Bjerre 8, Frederik Jakobsen N.
 
Slowenien 17: Matej Zagar 14, Matic Ivacic 2, Nick Skorja 1.
 
USA 17: Greg Hancock 16, Gino Manzares 1.
 
Ukraine 15: Andriy Karpov 7, Aleksandr Loktaev 8.
 
Lettland 14: Andrejs Lebedevs 8, Kjastas Puodzuks 6, Ojegs Mihailovs N.

Beim Race Off I zur diesjährigen Team-WM (Speedway of Nations) im mecklenburgischen Teterow wird Russland seiner Favoritenrolle gerecht und verweist Deutschland und Dänemark auf die Plätze zwei und drei. Diese genannten Nationen treten  am 8.und 9.Juni im polnischen Wroclaw gegen den amtierenenden Weltmeister Polen beim Finale an. Dazu kommen die drei Erstplatzierten aus dem RaceOff II vom 5.Juni in England.

Am Mittag des 2.Juni trainierten die Teams ausgiebig und testeten die Bahnverhältnisse der Bergring-Arena. Der Blick ging immer wieder Richtung Himmel, denn die Sonne machte sich rar und Regenwolken zogen auf. Ex-Speedwayfahrer Tobias Kroner, Mitglied im Org-Team beim SON,  gab dem Bahndienst Anweisungen, schaute immer wieder auf seine Regen-App, aber über dem Speedwaystadion blieb es trocken. Jedenfalls von oben. Der Wasserwagen mußte oftmals ran und versetzte die Bahn in einen Top-Zustand. Kein Staub, nicht zu nass - das Team um Bahndienstchef Kai Krämer leistete hervorragende Arbeit. Und das gefiel auch den Aktiven. Alle kamen gut zurecht, es gab viele Positionskämpfe. Als gegen 16:30 Uhr die ersten Zuschauer aus 15 Kilometer nordöstlicher Entfernung eintrafen, trauten sie ihren Augen kaum. "Das gibt es doch nicht. Bei uns in Prebberede war noch vor 30 Minuten ´Land unter`- starke Regengüsse und Gewitter waren an der Tagesordnung!" Die Bergringstadt blieb zum Glück verschont. Vielleicht zum Nachteil der Kleingärtner, aber ganz bestimmt zum Vorteil der Speedwayveranstaltung. Ein paar Tropfen fielen kurz vor 19 Uhr vom Himmel, dann zogen die Wolken weiter und ohne Probleme konnte es losgehen...

Auf die Minute genau um 18:45 Uhr stellten sich die Aktiven  zur Präsentation am Start- und Ziel auf. Stadionsprecher Michael "Schubi" Schubert stellte die Teams vor und kurz nach 19 Uhr drückte Schiedsrichterin Christina Turnbull aus England der grünen Knopf zum ersten Start. Ca. 2500 Zuschauer fieberten mit dem deutschen Team. Sollte es Kai Huckenbeck und Martin Smolinski  gelingen, einen der Plätze 1-3 zu erreichen? Von "Speedwaykennern" wurde Platz drei getippt, aber es muss dann alles zusammenpassen an diesem Abend. Und das hat es auch! Beide Speedwayprofis boten dem Publikum mit ihren Leistungen einen fantistischen Abend und wurden sogar mit dem zweiten Platz hinter Russland belohnt. U21-Pilot Michael Härtel kam nicht zum Einsatz, freute sich aber zusammen mit seinen Teamkollegen, Teamchef, Mechanikern und Betreuern. Alle lagen sich nach ihrem letzten Lauf in den Armen und feierten die Finalteilnahme. Auch den dänischen Betreuern und Schmiermaxen ging es ähnlich, als ihr Team die letzte Chance gegen Slowenien nutzte und als drittplatziertes Team nach Wroclaw/Polen reisen darf.  

Publikumsliebling an diesem Abend war wieder einmal Greg Hancock aus den USA, der einen Tag später seinen 49.(!) Geburtstag feierte. Seine 16 Punkte reichten leider nicht für ein Weiterkommen, denn sein Landsmann Gino Manzares steuerte nur einen Punkt bei. Der junge US-Boy war bei seinem letzen Lauf in einen Sturz verwickelt, wurde vorsorglich ins Krankenhaus gebracht. Am späten Abend dann die Entwarung: Alles okay bei ihm!

Deutschland zählt 2018 zu den sieben stärksten Speedwaynationen. Bei den Finalrennen am kommenden Wochenende wollen "Smoli" und "Hucke" noch eins draufsetzen. Vielleich klettern sie ja noch ein paar Stufen höher auf der Leiter mit sieben Sprossen....

Text & Foto: Peter Stanislawski

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