Déjà- vu in Oschersleben
24.05.2017

Déjà- vu in Oschersleben

Der Buchholzer Philipp Freitag (19) konnte in beiden Moto3 NEC Rennen im Rahmen der German Speedweek in der Motorsport Arena Oschersleben wie im Vorjahr zwar in der Spitzengruppe der Standard-Klasse mitkämpfen, fand aber keinen Weg nach ganz vorn. Wieder war das Tempo mit der zweitschnellsten Rundenzeit des Standard-Feldes hervorragend, doch in der Platzierung reichte es nur für zwei fünfte Plätze. Philipp Freitag (Team Koch Rennsport) reiste aufgrund seiner Erfahrungen aus früheren Moto3- und Moriwaki-Rennen bereits mit einer gewissen Skepsis an: „Eigentlich finde ich die Strecke in Oschersleben schön, aber ich habe mich hier immer sehr schwer getan, denn mir liegen eher die schnellen und flüssigen Kurse.“ erklärte er. Nach einem durchwachsenen ersten Qualifying bei heißen 27 °C konnte er am darauffolgenden Tag im zweiten Qualifying zwar seinen Rhythmus finden und konstant gute Zeiten fahren, doch wie die meisten Piloten des Moto3 Northern Europe Cups gelang ihm wegen des schlechteren Grips nach einem Temperatursturz auf 16 °C keine Verbesserung.

Ergebnis war Platz fünf in der Standard-Klasse und Platz zehn in der Gesamtwertung, was die vierte Startreihe bedeutete, während Standard-Polesetter Dirk Geiger (Kiefer Racing Team) in der zweiten Reihe stand. Im ersten Rennen hatte der Norddeutsche einen mittelmäßigen Start und konnte seine Position im Standard-Feld nicht verbessern. Geiger konnte zunächst einen Vorsprung herausfahren, den er aber wieder einbüßte. Zusammen mit Simon Jespersen (DEN), Oliver König (CZE) und Toni Erhard (Kiefer Racing Team) bildeten alle eine Gruppe. Dazu gesellte sich mit Leon Orgis ein weiterer Kiefer Pilot, der aber in der letzten Runde zu Boden ging. Freitag war nach einer Überrundung zum Schluss nicht mehr in Schlagdistanz und überquerte die Ziellinie als Fünfter, hinter Geiger, König, Erhard und Jespersen.

Im zweiten Rennen lief es zunächst hervorragend: Nach einem exzellenten Start nahm Freitag hinter Geiger Position zwei in der Standard-Klasse ein. Es bildete sich an der Spitze wieder dieselbe Gruppe, allerdings konnte Orgis diesmal nicht aufschließen. Das Tempo war gegenüber dem ersten Rennen nochmals forciert, die gesamte Gruppe fuhr Bestzeiten im 1‘34“er-Bereich. Freitag konnte sich lange im Zentrum der Gruppe halten, war aber nicht in der Lage zu attackieren. „Ich musste alles geben, um das Tempo zu halten. Die Passagen, in denen ich schneller war als meine Gegner, eigneten sich nicht zum Überholen.“ erläuterte er später. Als er auf Platz fünf zurückfiel, war es erneut eine Überrundung, die ihn den Anschluss an die Gruppe kostete. Vor ihm überquerten Geiger, Jespersen, König und Erhard die Ziellinie. In der Meisterschaft liegt Freitag damit hinter Geiger, Erhard und König auf Rang vier.

Teamchef Frank Koch (46) resümiert: „Philipp hat versucht, das Beste aus seiner „Lieblingsstrecke“ rauszuholen. Er hat sich stetig gesteigert, so dass im zweiten Rennen ein besseres Ergebnis greifbar schien. Jetzt schauen wir, dass wir den Rückstand in England wieder verringern.“ Die nächste Station des Moto3 Northern Europe Cups ist am kommenden Wochenende Donington Park, wo zwei Rennen im Rahmenprogramm der World Superbike Championship ausgetragen werden. Die Veranstaltung wird vom Tod des Top-Stars Nicky Hayden überschattet sein, von dem Philipp Freitag erst vor drei Wochen den Pokal für Platz drei in Assen entgegengenommen hatte.

Kontakt:
Profi-Rennsport & Marketing Philipp Freitag
Lohbergenstr. 34
D-21244 Buchholz in der Nordheide
Dr. Alexander Freitag
+49 (0)162 1062 962
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