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Zwei Deutsche ADAC-Vizemeister im Kartslalom
Winterberg – Nach vielen Jahren sehr mäßigen Erfolges für das Kartslalom-Team des ADAC Hansa gab es am vergangenen Wochenende im Hochsauerland gleich zwei Paukenschläge. Unser Team, das in den letzten 10 Jahren leider nur eine Handvoll Platzierungen in den Top Ten hatte und nie mehr als einen 7. Platz bejubeln konnte, darf sich nun zu recht über die Leistungen zweier seiner Fahrer freuen, die beide beim ADAC Kartslalom Cup 2011 den Deutschen ADAC-Meistertitel nur um einen Wimpernschlag verpassten.
David Silvio Kühn, der seit 2010 für den MSC Trittau im ADAC-Hansa-Kart-Slalom-Pokal in Klasse 1 startet, ging als Hansa-Meister als 43. Starter ins Rennen. Nach fehlerfreier Runde in 40,62 Sekunden hieß es Platz 4 nach dem 1. Wertungslauf. Aber bei den 51 besten Fahrern im Bundesgebiet ist die Luft nach oben und unten dünn. So konnte er seinen zweiten Wertungslauf zwar erneut fehlerfrei beenden, blieb jedoch mit 41,00 Sekunden etwas hinter der Zeit aus dem ersten Durchgang. Trotzdem konnte er damit noch zwei Plätze gut machen und musste sich letztlich mit einer Gesamtzeit von 1:21,62 Minuten, vom begeisterten ADAC Hansa Team gefeiert, nur noch dem angereisten Gaumeister aus Nordbayern mit 10 Hundertsteln geschlagen geben.
In der Klasse 2 der 10- bis 11-jährigen ging dann der Drittplatzierte des ADAC-Hansa-Kart-Slalom-Pokal, Rubens Eildermann, an den Start. Krankheitsbedingt hatte es Rubens, der seit 2006 für den ASC Breitenfelde im Slalomkart sitzt, nur mit 49 Gegner zu tun, wurde aber mit der Startnummer 3 bereits als 2. Starter ins Rennen geschickt. Das ungewohnte PCR-Kart, der ADAC Hansa startet sonst auf Chassis von Mach-1, störte ihn dabei nicht, er bewegte es in 38,98 Sekunden geschickt und fehlerfrei durch den Parcours. Vor dem abschließenden letzten Lauf war er damit hauchdünn an der sechsten Position. Mit dem Wechsel auf das zweite Kart brannte Rubens dann ein wahres Feuerwerk ab. Mit unheimlich viel Mut und sehr konzentriert flog er fast wie auf Schienen ohne Fehler zu einer Zeit von 38,30 Sekunden. Dass die Gesamtzeit von 1:17,28 Minuten etwas wert ist, sah man dem Jubel der ADAC Hansa-Anhänger bereits an, aber es wurde noch ein langes Warten. Am Ende schaffte es aber nur der 43. Starter aus Württemberg, Rubens um 12 Hundertstel Sekunden ganz oben auf der Anzeigetafel zu verdrängen.
Vielleicht war es der zweite WM-Titel von Sebastian Vettel am Morgen des gleichen Tages, der sie beflügelt hat. Mit den beiden hart erkämpften Deutschen ADAC-Vizemeistertiteln war der ADAC Hansa damit am 2. Veranstaltungstag sogar der erfolgreichste aller 16 ADAC-Regionalclubs, in der Gesamtwertung immerhin noch ein beachtlicher Platz 11.
Schon am ersten Tag hatten wir ansprechende Leistungen des ADAC Hansa Teams gesehen. In Klasse 3 fuhr Michel Peters vom MSC Bad Schwartau als bester Hansa-Fahrer auf einen guten 20. Platz. Ähnlich gut waren auch die Auftritte von Jannik Putz vom AC Buchholzer Heidering und Thomas Dohmann vom ASC Breitenfelde in den Klassen 4 und 5. Jannik erkämpfte in zwei fehlerfreien Durchgängen Rang 24, Thomas musste sich zwei Pylonenfehler aus dem ersten Wertungslauf anrechnen lassen und stand in der Endabrechnung auf Platz 26.
Hier die kompletten Ergebnisse des ADAC Hansa Teams:
Name Ortsclub Gesamt Fehler
Klasse 1
2. Platz David Silvio Kühn MSC Trittau 1:21,62 0
28. Platz Alexander Heynatz MSC Bad Schwartau 1:26,64 0
51. Platz Tristan Kartheuser MSC Trittau 1:37,45 8
Klasse 2
2. Platz Rubens Eildermann ASC Breitenfelde 1:17,28 0
14. Platz Nathanael Bay AC Buchholzer Heidering 1:19,45 0
42. Platz Edgar Buterus AC Buchholzer Heidering 1:25,92 6
Klasse 3
20. Platz Michel Peters MSC Bad Schwartau 1:19,33 0
26. Platz Lukas Fieberg MSC Trittau 1:20,04 0
42. Platz Tobias Frank MSC Bad Schwartau 1:22,33 2
Klasse 4
24. Platz Jannik Putz AC Buchholzer Heidering 1:18,49 0
36. Platz Paul Schubert MSC Trittau 1:20,59 4
39. Platz Mike Piotrowski MSC Trittau 1,20,94 0
Klasse 5
26. Platz Thomas Dohmann ASC Breitenfelde 1:18,80 4
41. Platz Marc Julius Lütten MSC Trittau 1:20,76 4
45. Platz Tim Ackermann HMC 1:21,98 4
Foto und Text: Gunnar Eildermann


